Natis T(r)ips

Teneriffa

Meine letzte Reise führte mich in das mir bisher mir unbekannte Teneriffa. Zum Glück überredete mich meine Schwester, sie zu begleiten und gab mir damit die Gelegenheit die einmalige, wunderschöne und vielfältige Insel zu entdecken und ich möchte keinen Tag auf der Insel missen.

 

Das Abenteuer begann am 24.02.2016.

Kaum gelandet am Flughafen Teneriffa Süd, nach einem etwas holprigen Anflug, erhielten wir schon auf der Busfahrt nach Puerto de la Cruz (unser Reiseziel) einen ersten Eindruck auf die vielfältige Insel.

 

Details zur Insel:

Die Insel ist 83,3 Kilometer lang, bis zu 53,9 Kilometer (Ost-West-Ausdehnung) breit und hat eine Fläche von 2034,38 km². Sie ist mit 1 000 000 Einwohnern die bevölkerungsreichste Insel Spaniens. Die Hauptstadt ist Santa Cruz de Tenerife. Sie entstand, wie alle Inseln des kanarischen Archipels durch vulkanische Tätigkeit. Schön in der Mitte der Insel reckt der Pico del Teide seine Nase hoch in den Himmel und bildet mit seinen 3718m der höchste Berg Spaniens. Bedingt durch die Nordost-Passatwinde herrschen auf der Insel ganzjährig milde Temperaturen, die wiederum verantwortlich sind für ganz besondere klimatische Bedingungen für Pflanzen, die es nur auf der Insel gibt.

 

Gleich nach der Ankunft im Hotel ging die Entdeckungsreise auch schon los - Puerto de la Cruz wurde unsicher gemacht. Die Umgebung um Puerto de la Cruz zeigt sich in bei weitem grüneren Kleid, als die Südküste. Grund dafür ist die immer vorhandene Passatwolke, die für Befeuchtung sorgt. Zahlreiche Bananenplantagen und Weinberge wechseln sich hier mit kleinen Städtchen mit kleinen bunten Häusern ab und machen die Landschaft zu einem sehr malerischen Bild. An der Nordküste ist Puerto de la Cruz das größte touristische Zentrum und bietet somit sehr viele verschiedenste Hotels in verschiedenen Kategorien, Restaurants für jeden Geschmack, zahlreiche verschiedenste Geschäfte mit teilweise typisch kanarischen Spezialitäten, aber natürlich wird auch hier darauf geachtet, dass jeder Tourist, aus welchem Land auch immer, zufriedengestellt wird. Auch wenn man erkennt, dass die Stadt auf Tourismus ausgerichtet ist, ist es doch nicht übertrieben und immer noch klein und fein gehalten. Spaziert man durch die Stadt, kommt man an den typischen Häusern mit den schönen Holzbalkonen vorbei, die noch aus der Kolonialzeit stammen. An der Uferpromenade tummeln sich abends die Jugendlichen, aber auch die Besucher der älteren Generationen. Aus den Hotels am Strand schallt Musik nach draußen und durch die Fenster kann man vergnügten Gästen beim Tanzen zuschauen. Auch für die Stillung des Hungers ist gleich mal gesorgt, denn zahlreiche Kellner laden die Herumspazierenden ein, bei ihnen zu verweilen. Allerdings muss man sich da auch bewusst sein, dass sich die Restaurants in diesen Teilen preislich schon sehr von den ein bisschen versteckten Gassen abheben. Aber das ist eigentlich klar...

 

Hat man genug von shoppen und essen, laden wunderschön angelegte Parks und Küsten zum verweilen oder sporteln ein.

Tag 1: Besuch im Loro Parque

 

Am Rand der Stadt - man erreicht ihn super mit einem gelben Bähnchen, das direkt von der Stadt hinaus zum Park fährt-  befindet sich einer der weltweit bekanntesten Tierparks und wie man bei einem Besuch gleich erkennen kann, auch einer der größten Arbeitgeber der Insel.

Er wurde ursprünglich als Papageienpark angelegt und auch heute noch befindet sich dort die größte Papageiensammlung der Welt.

Mittlerweile gibt es aber natürlich zahlreiche andere Tiere zu bestaunen. Lediglich die Tierschützer könnten bei dem Anblick der Gehege ein bisschen kummervoll werden, denn sie sind teilweise leider nicht sehr groß.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Tag 2: Fahrt Richtung Süden und auf den Teide (Türkise Markierung...)

Aufgrund der schlechten Witterungsbedingungen und dem Neuschnee auf dem Pico del Teide waren nur  2 Straßen auf den Teide hinauf offen, so mussten wir kurzfristig umdisponieren und wählten den Weg an der Küste entlang über Santiago del Teide nach Guia de Isora. 

Schon die Strecke bis dahin gibt einen wunderbaren Einblick auf die Vielfältigkeit der Insel. Die Reise führte uns durch fruchtbare Bananenplantagen vorbei hoch hinauf auf Berge, die, wenn nicht gerade die Passat-Wolke zu dicht ist, wunderbaren Ausblick auf die Insel bietet. Aber auch die Erfahrung mit der Wolke ist ein unvergessliches Erlebnis, ist doch der dafür typische Nieselregen bei uns eine Seltenheit. Diese ist übrigens für das besondere Klima und die Fruchtbarkeit im Norden der Insel verantwortlich. 

Nach einem kurzen Abstecher bei unserer Verwandtschaft, begann unsere teils abenteuerliche Fahrt auf den Teide. Unsere Strecke führte uns zunächst durch die typischen kanarischen Kieferwälder. Hier handelt es sich um eine Kieferart, die nur auf den Kanaren heimisch ist.

 

Kaum die Nebeldecke durchbrochen, begrüßte uns wunderbar warmes Wetter und das auf der doch schon beachtlichen Höhe. Die Straße verläuft mitten durch eindrucksvolle Lavalandschaften, die uns an Zeiten erinnern, in denen der Teide noch sehr stark aktiv war. Auf unserer Fahrt beobachteten wir Menschen, die die größte Freude mit dem Schnee hatten und sogar ihre Schi und Rodel mit dabei hatten.

 

Bei den Roques de Garcia legten wir einen Stopp ein, um die bizarren Felsformationen aus der Nähe bewundern zu können. Von hier hat man auch einen wunderbaren Blick auf die weltweit größte erhaltene Caldera (der ursprüngliche Krater des Teide, der in sich zusammenbrach). Nach einer kurzen Kaffeepause ging unsere Reise auch schon wieder zurück nach Hause.

 

 

 

 

 

Tag 3 -  Playa de las Teresitas, Mercedes Wald

Am Tag danach führte unsere Erkundungstour in östliche Richtung. Durch La Laguna durch, weiter nach Santa Cruz war unser erster Stopp auf der Tour einer der schönsten Strände der Insel- der Playa de las Teresitas. Von Palmen gesäumt , bieten kleine Bars, Toiletten, Duschen und Umkleiden allerhand an Luxus und lädt zum Entspannen ein. Der Sand ist allerdings nicht natürlichen Ursprungs. Er wurde in den siebziger Jahren per Schiff angekarrt und aufgefüllt. 

Gleichzeitig war es der Start in die wahrscheinlich kurvenreichste und meiner Meinung nach schönsten Tour durch die einmalige Bergwelt Teneriffas. Von San Andrés aus beginnt die Anfahrt Richtung Mercedes-Wald durch das Anaga Gebirge. 

 

 

 

 

Tag 4- Maska, Los Gigantes, Playa de las Americas,

Der größte Tagesmarsch führte uns zuerst an der Küste entlang weiter wieder einmal einen Berg hinauf. Hier landeten wir in Masca, einem kleinen, aber besonderen Bergdorf.

Das in einem Vulkankrater gelegene Dorf besteht aus mehreren Ortsteilen, die sich über verschiedene Berghänge verteilen. Überall, wo es möglich war, wurden terassierte Felder angelegt. Bis Ende des 20. Jahrhunderts kamen die besten Zwiebeln, Kartoffeln und der beste Knoblauch der Insel Teneriffa aus Masca. Auch Palmsaft, Zitrusfrüchte und Ziegenkäse waren Spezialitäten. 

Grund für die etragreiche Landwirtschaft sind Wasserstollen, die über Generationen in den Monte del Aqua getrieben wurden. 

Leider führte die Landflucht der Jugend seit 20 Jahren zum Niedergang der Landwirtschaft und zur Vergreisung der Bevölkerung.

Heute lädt ein gemütliches Restaurant zum Essen und ein bisschen verweilen ein. 

 

Weiter geht die Reise Richtung Playa de las Americas mit einem kurzen Abstecher zu den Los Gigantes - mächtige Felsen, die bis zu 450 m steil ins Meer hinabfallen.

 

Endlich angekommen, war es ein kleiner Kulturschock. Führte die Reise doch zuerst durch fast unberührte Natur, zeigt sie Playa de las Americas als reine Touristenmetropole mit riesigen Hotelanlagen und Einkaufscentern, die fast keine Wünsche für den großen Geldbeutel offen lassen. Und natürlich einem Hard Rock Cafe. Der Besuch dessen durfte natürlich auch nicht fehlen. 

 

Was man auch gleich bemerkt, dass hier das Klima sehr viel milder und sonniger ist, was zum ein bisschen am Strand verweilen und dem Sonnenuntergang zuschauen einlädt, was wir dann auch taten. 

Tag 5- Santa Cruz

Santa Cruz, die Hauptstadt von Teneriffa, liegt im Nordosten der Insel und beheimatet 203.811 Einwohner. Maßgeblich geprägt wird die Stadt durch ihren Hafen, der zu den größten spanischen Seehäfen des Atlantik gehört.

 

Sie zeigt sich, wie so viele Großstädte bzw. Hauptstädte mit einer Mischung aus moderner Architektur und alten, typisch spanischen Gebäuden.

Kaum angekommen, ging die Erkundungstour inklusive Shoppen auch schon los. Interessant zu sehen war der Mercado Nuestra Señora de Africa, eine zweistöckige Markthalle. Das Gebäude gliedert sich auf der oberen Ebene in drei „Höfe“ (Patios). In dem Patio Central gibt es heute einen Kinderspielplatz außerdem finden hier verschiedene Sonderveranstaltungen statt. Der „Patio del Poniente“ (der Hof des Sonnenuntergangs, also der Westhof) hat auch in seinem Zentrum Marktstände im Gegensatz zum „Patio del Naciente“ (Hof des Sonnenaufgangs, also dem Osthof) bei dem die Platzmitte frei ist für einen Brunnen und ein Café. Im Untergeschoss, das durch Rolltreppen zu erreichen ist, gibt es weiter Marktstände und unter dem Patio Central einen Supermarkt. Im Untergeschoss ist auch der Fischmarkt untergebracht, der einen direkten Eingang zur Avenida San Sebastian (Rambla Azul) hat.

Der Name des Marktes geht zurück auf den Namen der Frau des damaligen Chefs des „Mando Económico del Archipiélago” die den Markt eröffnet hat; deren Taufname war „Maria de Africa“.

 

Tritt man aus dem Gebäude, gelangt man über eine Brücke direkt ins Zentrum der Stadt, wo sehr viele verschiedenste Geschäfte zum shoppen einladen.

 

An einem der Hauptplätze stiegen wir, wie typische Touristen, kurzerhand entschlossen in eines der Hop-on-Hopp-off-Busse, die dort warten. Mit gespannter Neugier verfolgten wir die Fahrt durch die Stadt, doch waren wir am Ende enttäuscht vom Gesehenen, weil sie leider nicht sehr viel zu bieten hat und wir die wichtigsten Plätze schon auf unserem Fußmarsch durch die Stadt entdeckten.

 

Ein wirklich imposantes Erlebnis ist es vor dem Auditorium zu stehen und die Größe des Opernhauses auf sich wirken zu lassen.

Tag 6- Küstenwanderung

Am letzten Tag machten wir die Küstenwanderwege um Puerto de la Cruz unsicher. Teneriffa ist bekannt für seine unzähligen und wirklich sehr gepflegten Wanderwege. 

 

Und so landeten wir doch noch auf einem dieser, der uns direkt über dem Meer entlang führte. Unter uns tobte das Meer und warf seine Wellen an die Felsküsten und zeigte die gewaltige Macht, die das Meer aufbringt. 

Unser Ziel war "El Gordo". Hierbei handelt es sich um die erste dampfbetriebene Wasserpumpe, die zur Bewässerung der Felder benötigt wurde.