Geburtsbegleitung

Es ist inzwischen schon fast ein Jahr her, aber irgendwie hab ich den Beitrag immer wieder beiseite geschoben und bisher nie veröffentlicht.

 

Selbst schwanger  mit meinem ersten Kind sah ich eines Tages eine Anfrage, wer denn im Land auch eine Geburt fotografisch begleiten würde. Ich wollte es schon immer einmal machen und habe selbst immer wieder Bilder anderer Fotografen angeschaut und bewundert und darum könnt ihr euch sicher vorstellen, wie groß meine Freude war, dass ich auch den Zuschlag des Auftrages bekommen habe und euch auch zumindest ein paar der Bilder zeigen darf.

 

Eines Tages im Dezember war es dann endlich soweit und ich bekam den Anruf des gar nicht mehr nervösen Vaters (es war immerhin schon die vierte Geburt), dass sie endlich im Kreissaal liegt und es sicher nicht mehr lange dauert. Bis zu diesem Moment war ich die Coolheit (kann man das so sagen? :) ) in Person. Jeder, dem ich das im Vorhinein erzählt habe, erklärte mich für verrückt, dass ich so etwas wirklich hochschwanger tue und ob ich denn gar nicht nervös bin und bis dahin war ich es auch Null. 

Ich hatte keine Ahnung, auf was ich mich einließ, wusste aber auch, dass es mir vielleicht auch helfen könnte und ich für meine Geburt dann sicher weniger nervös sein werde, wenn ich es schon einmal erlebt habe. 

 

Dann, als ich ins Auto stieg und den Weg nach Dornbirn auf mich nahm, fing mein Herz doch an wie wild zu klopfen und ich fragte mich doch einen kurzen Moment, ob die Idee so gut war. Aber tja, jetzt war es zu spät.

 

Gut, dass ich nicht umgedreht bin, denn ich hätte definitv etwas verpasst und ja, ich würde definitiv wieder bei einer Geburt dabei sein- auch hochschwanger... Aber es ist auch gut, dass man als zusehende Person nur sehen und die Schmerzen nicht auch mitfühlen kann. ;) 

 

Vielen Dank an dieser Stelle auch den Krankenschwestern und Hebammen des Krankenhauses Dornbirn, die es uns auch erlaubten, dass ich als Fotografin dabei sein durfte. 

 

Es war definitiv das genialste, das ich je begleiten durfte und ich danke so sehr, dass ich bei dem doch intimen Moment dabei sein durfte.